Notizen aus dem Reisebuch IV.

Beleg mal Logik. (Nicht Spieltheorie!)

Der Handschuh auf der Hecke.

Dr. Mundfliege.

M. SeifenHALTER schenken.

Schreiend telefonieren.

Reflektierte Menschen und ihre Phobien.

Menschen, die bei sich zuhause keine Schlafunterlage bzw. keinen Schlafsack für Gäste haben.

Die Linken sind doch nicht so schlimm. ("Die Linken sind wirklich nicht schlimm.")

Der Luxus Erfahrungen machen zu dürfen.

Wo liegt Bamberg?

Du musst deine Kamera öfter mitnehmen.

Der Career-Service (im Gleichstellungsbüro!).

"Sie müssen sich immer sagen: Ich-will-über-leben-Punkt."

Julia, Wilson, ?

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Notizen aus dem Reisebuch III.

"Aber schleichen ist doch voll böse!"

"Sportfernsehen ist wie Regionalpolitik. Gibt es, aber man kennt niemanden, den das interessiert."

Wir bewerfen uns mit Kirschblüten.

Ich hab noch nie als zahlender Kunde das Klo des Cafés am Hafen benutzt.

Du musst einfach wissen was du willst.

Habe heute Nacht von Pfahlwurzeln geträumt. War stolz, dass ich wusste was Pfahlwurzeln sind.

Entenherpes.

Ohja, Denkmal. Jedes Mal denke ich: "Wie gut, dass du das Zelt mitgenommen hast." Und wenn ich dann betrunken bin denke ich: "Oh Gott, gleich noch dieses scheiß Zelt abbauen."

Erlebnispädagogik für Erwachsene: Saufen bis 4 Uhr morgens.

S. in Krücken: "Kennst du Dreibeinsaufen? Es gibt keine Regeln, außer, dass ich gewinne... hab ich mir vorhin im Zug ausgedacht."

BOSKO BIATI KENNT ALLES.

Bibel, Bier und Bizeps.

Unglaublich, wieviel Musik zum allgemeinen Betrunkensein beiträgt.

Weizen lll

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"Was machen wir denn jetzt mit Ihnen, junge Frau?"

Heute schrammte ich ernsthaft an aus dem Fenster hinausgeworfenen 40€ vorbei. Seit diesem Semester ist es so, dass man die Strecke Rheine <-> Osnabrück als StudentIn der Uni Osnabrooklyn nur mit der Westfalenbahn befahren darf. Das hat zur Folge, dass man entweder 40min im trostlosesten Ort mit über 75.000 Einwohnern rumhängt oder die illegale Variante nimmt und mit der Wiehengebirgs-Bahn der DB fährt. Das kommt allerdings eigentlich dem Schwarzfahren gleich. Vor einigen Wochen wurde ich schon mal darauf hingewiesen, dass ich im falschen Zug sitze. Die Schaffner sagen dabei immer den gleichen Satz: "Die Strecke ist richtig, aber der Zug ist falsch." Ich tue dann immer so wie man sich als Erstsemester verhält und habe keine Ahnung. Beim ersten Mal hat das geklappt. Heute gerade mal haarschaf. Der Schaffner kam, ich zog meine Mitleidsnummer ("Oh, ich bin immer hier gefahren, das hat mir noch nie jemand gesagt!") ab. Dabei machte ich aber den Fehler das Semesterticket umzudrehen. Dort sind nämlich alle Strecken aufgeführt. Der Schaffner sagte: "Tja, dann müssen Sie jetzt noch eine Fahrkarte kaufen." Ich zückte mein Portemonnaie und erklärte, dass ich wahrheitsgemäß nur noch 2€ dabei habe. Der Schaffner: "Was machen wir denn jetzt mit Ihnen, junge Frau?" Eigentlich hätte ich an dieser Stelle gesagt: "Vielleicht mal ein Auge zudrücken?" aber ich schwieg betroffen. Er schaute den Gang entlang, entschied sich dann dafür, dass alles weitere zu anstrengend wäre und sagte: "Nächste Mal nehmen Sie den anderen Zug." und verschwand. Ich rief ihm noch ein "Danke!" hinterher und dachte mir: Jetzt hast dus dir schon mit zwei Schaffner verscherzt, fahr doch demnächst mal über Oldenburg. Die Oldenburgstrecke ist immer scheisse: Eine Stunde und 20 Minuten in der unbequemen und meist zu warmen oder zu kalten Nordwestbahn sitzen und danach in den beschissensten Zug der DB umsteigen: Hannover - Norddeich Mole. Aber wenn ich nach 19 Uhr fahre, dann ist die Pendlerweller vorbei. Hoffe ich.

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Ich wollte doch nur nach Ithaka.

Heute habe ich wieder eine Lektion fürs Leben gelernt: Wenn man alleine Zug fährt sollte man NIE NIE NIE NIEMALS einschlafen. Das passierte mir nämlich kurz hinter Oldenburg. Ich fuhr diesmal nicht über Rheine, weil Herr P. zu gleicher Zeit nach Bremen musste und wir eine Reisegesellschaft bilden wollten. Ich stieg also in Oldenburg um in den Zug nach Osnabrück. Nach kurzer Lektüre wurden dank eines anstrengenden Tages die Augen schwer und ich dachte mir: Osnabrück ist Endstation, da kann man die Äuglein ruhen lassen. Als ich nach 15min plötzlich wach wurde, war ich in den ersten Sekundenbruchteilen verwirrt: Ich dachte ich hörte die Ansage Osnabrück Hasetor. Hatte ich wirklich knapp 1 1/2h ohne Unterbrechung geschlafen? So anstrengend war der Tag doch auch nicht. Ich schreckte hoch, machte meine Augen auf und starrte dem jungen Mann, der eine Bank weiter saß in die Augen. Erneut einen Sekundenbruchteil vollkommene Verwirrung, weil ich mich fragte, wo Herr P. denn nun sei. Dann fiel mir wieder ein wo ich war und guckte auf die Anzeigentafel. Alhorn. Irgendjemanden fragte ich: "Muss man hier den Zug wechseln?" Ja, musste man. Also stieg ich aus und in einen Bus wieder ein. Was ich aber nicht mitbekommen hatte war, dass ich in Cloppenburg hätte wieder aussteigen müssen. Der Bus hat nämlich nur den Streckenteil Ahlhorn - Cloppenburg überbrückt. Als ich dann in plötzlich wieder in Ahlhorn am Bahnhof (verdient sowas überhaupt die Bezeichnung Bahnhof?) stand, wunderte ich mich sehr, konnte meine Gedanken aber so weit sortieren, dass ich nicht in den Zug einsteigen sollte, der in dem Moment am Bahnhof auftauchte.* Also stieg ich erneut in den Bus, der anscheinend noch einmal Richtung Cloppenburg fuhr. Und diesmal die entscheidende Änderung: Andere BusfahrerIN. Die Dame fragte zunächst, ob jeder seinen Reisegefährten bei sich hatte. Da ich ja mittlerweile festgestellt hatte, dass Herr P. sich in einem anderen Zug befand, guckte ich an mir herunter und dachte: "Ja, ich bin komplett, Vernunft ist wieder da." In Cloppenburg angekommen wollte ich gerade aus dem Bus springen und den Zug suchen, der mich in meine neue Heimat bringen sollte. Ich war keine 2m gegangen, da rief die kompetente Dame zu den am Bussteig wartenden Fahrgästen: "Wenn Sie Richtung Oldenburg wollen, dann steigen Sie doch bitte in den nächsten Bus ein. Dieser Bus fährt nach Osnabrück." Ich bin dann wieder eingestiegen, war aber 10min zu spät am Heimatbahnhof, um den letzten Stadtbus zum Aldiparkplatz zu erwischen. Aber da meine Füße sowieso kalt waren, kam mir das ganz gut gelegen. Jetzt bin ich zuhause und fahre nur noch über Rheine, außer sonntags um 15.06, da ist der Zug nämlich so voll, als wolle man nach Hannover. (Will man auch, fällt mir gerade ein. Mit dem Zug erreicht man wohl anscheinend Anschlusszüge nach ganz Deutschland.)

  • Als ich vor einigen Wochen auf einer Radtour in der Provinz Groningen war, stieg unsere illustre Reisegruppe in Scheemda in den Zug, nur um eine Station weiter in Winschoten den Zug zu verlassen und den auf dem anderen Bahngleis zu nutzen. Warum man mit dem einen Zug nicht einfach weiterfahren konnte, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Jedenfalls dachte ich in dem Moment an diese Situation und fühlte mich nicht gewollt den Zug zu nehmen.

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Danke nicht mir, danke dem ABS.

Heute kam ich in die Situation beinahe einen Vogel zu überfahren. Die Fasanenhenne spazierte gerade über die Bundesstrasse, als ich auch dort entlang wollte. Mein gutes Tantchen auf dem Beifahrersitz und ich riefen nur beide: "Ooooooh!". Interessant ist, was in so einer Situation passiert: Innerhalb einer Sekunde fing mein Herz an zu rasen, ich versicherte mich, dass niemand hinter mir ist, behielt den Fasan im Auge, machte einen kleinen Schlenker zur Seite* und wieder zurück und trat mit vollem Einsatz auf die Bremse. Es ruckelte und als ich 2-3m von dem schönen Tier entfernt war, flog es gelangweilt weg.

  • Falsch reagiert, weil man das als Mensch irgendwie so in sich hat. Es blieb beim kleinen Schlenker, weil ich dann meinen Fahrlehrer im Ohr hatte: "Wenn da ein Tier vor euch ist - dann voll drauf zu!"

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Reisen.

Reisen macht mir am meisten Spaß, wenn der Weg anstrengend ist. Wenn deine Reise an jeder Ecke Fragen aufwirft und dein Vorankommen sprachliche, finanzielle oder organisatorische Hürden verbirgt. Wenn du dann da bist, dann hast dus dir auch verdient.

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Hurra!

Ein Jahr älter und von der Abifahrt wieder da. Und die Fahrt, die war richtig geil! Mehr dazu irgendwann. Erstmal ausruhen.

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Übrigens:

Wenn man den ganzen Tag unterwegs war und abends spät nach hause kommt, hat man absolut keine Lust nochmal und nochmal alles jedem zu erzählen.

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Notizen aus dem Reisebuch II.

"Ich habe geträumt, dass ich mit Klaus Wowereit zusammen war. Er hat mir auch ein Haus gekauft.

Schweine schlachten!

Ich denke an gar nichts. Da könnte man doch Kunst draus machen.

Asche!

Kapitäne sind wie Diktatoren.

Apriori: Schon da.

Bio mit den guten, alten Super-8-Stummfilmen.

Wenn Bilder dir in die Fresse schlagen.

Sportgruppen: Am Donnerstag Rennradfahren, am Samstag schwimmen und am Dienstag Wrestling.

Türkische Soaps.

Ein Leben lang auf Klassenfahrt!

Scully fällt um.

Schrawumbel!

(Künstler, die Ingenieure werden, weil sie eine Familie gründen wollen...)

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Nebel und Minusgrade.

Ganz beschissen. Aber Helge hatte ein wahrscheinlich nicht sehr umweltfreundliches Enteisungsspray dabei. So blieb es mir erspart zum 2. Mal die Scheiben mit nem Schwamm freizukratzen.

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Notizen aus dem Reisebuch I.

BUNGA BUNGA BUNGA!

Wir haben Angst vor dem Neuen. Sonst würde 'Bend it like Beckham' nicht 'Kick it like Beckham' heißen.

Sie sagen, ich spreche wie Drrracula, wenn ich betrunken bin.

Wie tief sind wir gesunken, dass wir nicht mehr über Koks lachen können?!

Die Holzstäbchen im Kaffee der Deutschen Bahn AG lassen den Kaffee immer holzig schmecken. Ich weiß das. Aber ich lerne nicht dazu. Ich kaufe den Kaffee wieder und lasse das Stäbchen im Kaffee.

Der Wecker steht. Alle völlig betrunken.

Kreatürlich, sie haben kreatürlich geschrieben!

Ich habe genug von Hitler!

Wir sprechen über die jugendlichen Top-Straftaten - Gras rauchen und Raubkopieren - und übers Wetter.

Neben mir sitzt ein schwarzer Hund.

Der Hund spielt mit dem Schlüsselloch.

Haha, Pforte! (Er wollte nicht "Fotze" schreiben!)

Günther Jauch ist Patenonkel der Seegurken.

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Arrivederci!

Bis Samstag.

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Harijasses.

Ich schrieb ja, dass ich eine Expedition ins Rheiderland unternahm. Dabei fuhr ich mit dem Gesicht beinahe direkt hinter der Frontscheibe, weil die Konstrukteure von Opel die Seitenstrebe des Merivas sowas von beschissen gesetzt haben, dass man gerade nachts nich viel sieht beim Umdiekurvefahren. Und ich überfuhr mein erstes Tier! Einen oder mehrere Frösche. Und beinahe hätte ich noch einen mit irgendwas anderem kämpfenden Igel totgefahren, aber ich konnte noch ausweichen. Der kämpfte nämlich ganz geschickt am Bordstein. Oh Gott, und die Feierlichkeit, von der ich meinen Vater abholte: 100% 'Menschen über 40 vom Dorf'-Feier. Mein Vater war dun und tanzte zwischenzeitlich (obwohl er das hasst. Aber ich glaube diese Veranlagung nur betrunken zu tanzen und es sonst zu verschmähen, liegt in der Familie). Die Gastgeberin bekam übrigens ganz dörflich ein lebendes braunes Schaf geschenkt.

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