Dienstag, 3. April 2007
Die Familie stellt fest:
Quantitativ ist mein Bruder gesellschaftsfähiger, qualitativ bin ich es.
Nachdem mein Bruder mir wie bei jedem Mittagessen vorwarf, ich hätte keine Freunde.

Woher kommt eigentlich Puffert / Mehlpütt, das wohl beste Arme-Leute-Essen (darf man das überhaupt noch sagen?) der Welt? Ja, Ostfriesland wahrscheinlich, aber warum kennen die meisten Ostfriesen das unter Puffert? Ich bin dank meiner Mutter jahrelang in dem Glauben aufgewachsen, dieses Gericht hieße einfach Mehlpütt.
(Mehlpütt ist sowas wie heisses Weissbrot mit Vanillesoße und heissen Birnen)

kommentieren



Was macht eigetntlich der älteste? Immernoch wohnhaft in Berlin?

link



ich denk mal schon. der meldet sich seltener

link



Ich glaube, ich war 19 oder so, also ich erfuhr, dass Puffert auch Mehlpütt heißt. Kommt eben drauf an, aus welcher Ecke Ostfrieslands man kommt. Wobei ich glaub, dass Puffert auch im Ofen gemacht werden kann, während Mehlpütt auschließlich im Wasserdampf gart. Ansonsten ist das eine ziemlich internationale Geschichte, wenn auch in anderen Varianten. Stichwort Germknödel und Konsorten.

Und das Verhalten Deines Bruders erinnert mich an eine billige amerikanische Vorabendserie. Mir fällt nur grad nicht ein, welche.

link



Achso: Unterschicht-Essen heißt das heutzutage. Bzw. Prekariat-Nahrungsmittel.

link



Ich stelle immer wieder fest
dass meine Familie zwar seit Generationen aus der Gegend kommt, mit typisch-ostfriesischen Bräuchen/Traditionen/Gerichten aber gar nichts anzufangen weiß, von Mehlpütt oder Puffert habe ich z.B. noch nie gehört.
Ich kann nicht sagen, ob ich traurig drum bin.

link